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Laszlo Zsivin schrieb am 3. Juli 2009 zuEvents, People

Social Media Summer Tour 2009 von adnation

Die Social Media Summer Tour 2009 vom Onlinevermarkter adnation hatte ihren Auftakt am 29.06.09 in Hamburg. Insgesamt machte die Vortragsreihe in drei Städten (Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt am Main) Station. Nach einem Stopp in Düsseldorf endete die Social Media Summer Tour am 1. Juli 2009 in Frankfurt am Main. adnation hatte sich zum Ziel gesetzt, das Publikum in die Grundzüge der Social Media (SM) einzuführen. Das Angebot ist kostenlos und richtete sich exklusiv an Mediaagenturen, Vermarkter, Werbeagenturen und Journalisten.

Die angenehm kühle Atmosphäre im Private Cinema-Raum des Hamburger East Hotels und die gereichten Getränke sorgten beim Publikum auch dank der schönen Wetterlage von Anfang an für gute Stimmung.

Inhaltlich gab es in Hamburg drei Vorträge von Sascha Lobo (Mitgründer von adnation), Dr. Peter Hogenkamp (Blogwerk AG) und Nico Lumma (Director Social Media, Scholz&Friends), der den kurzfristig abgesprungenen Peter Turi ersetzte. Laut Veranstalter hatten sich etwa 120 Personen für den Kick-Off der Tour im East angemeldet, von denen etwa 100 Personen anwesend waren.

Sascha Lobo hat in seiner Präsentation mit dem Titel „Das Diktat der Interessanz“ die Grundlagen von Social Media mit authentischem und humorvollem Präsentationsstil vorgestellt. Er machte deutlich, dass es schwierig ist, Social Media Experte zu werden. Es ist aber noch schwieriger, einer zu bleiben! Grund dafür ist, dass sich das Spektrum der Kanäle in den Social Media schnell ausweitet. Im englischsprachigen Raum liegt die Zahl der meistgenutzten SM-Kanäle bei ca. 150. Den richtigen Kanal für eine SM-Kampagne auszuwählen, hängt daher sowohl mit gründlichen Voranalysen, als auch mit einem gewissen Bauchgefühl zusammen. „Man soll dem Bauchgefühl mehr vertrauen“, sagte Sascha Lobo, der übrigens das Frisurmarketing erfolgreich praktiziert.

sascha_lobo
Foto: Matthias Bauer

Dr. Peter Hogenkamp schloss sich thematisch an und bestätigte Lobos Ansichten größtenteils. Dies unterstützte er mit einer Präsentation des aktuellen Long-Tail der meistgenutzten Web 2.0 Applikationen und der Web Trend Map als Hilfsinstrument, um dem Publikum einen Überblick zu verschaffen.

webtrendmap

Der Vortrag von Nico Lumma, der Director Social Media bei der Kreativagentur Scholz&Friends ist, war ausgesprochen kurz, versuchte jedoch, die Einsetzbarkeit der Instrumente in den Social Media zu beleuchten und hätte mit mehr Ausführlichkeit ein guter Abschluss des Tages sein können. Lumma betonte die Wichtigkeit der Experimentierfreudigkeit in diesem neuen Bereich, der sich noch in den Kinderschuhen befindet. Leider hat er es versäumt, dem durchaus interessierten Publikum einen tiefer gehenden Einblick in mögliche Experimentierfelder zu gewähren. Dies mag der Kurzfristigkeit geschuldet sein, mit der Lumma den ausgefallenen Peter Turi auf der adnation Social Media Summer Tour ersetzen musste.

Die Kernaussage der Veranstaltung bestand in der Ermutigung, die angesprochene Vielfalt von Kanälen in den Social Media auszuprobieren und auf ihre Wirksamkeit zu prüfen, ohne ein Vermögen in solche Kampagnen investieren zu müssen.

Nach der Veranstaltung erwartete das Publikum auf der Sommerterrasse des East Hotel das Publikum ein kleines Buffet, um sich mit Fingerfood zu stärken und in einer entspannten Atmosphäre mit den Referenten und anderen Teilnehmern ins Gespräch. Der überwiegende Teil der Anwesenden waren Vertreter von Kommunikations- und Mediaagenturen, der weitaus geringere Anteil wurde von Freelancern aus dem Social Media Bereich und Journalisten besetzt. Zufrieden, satt und von den Vorträgen nachdenklich gemacht habe ich das East Hotel gegen halb acht verlassen.

13. Stock schrieb am 7. April 2009 zuPeople, Reputation Management

Negatives Reputationsmangement bei myON-ID und seine Folgen

myON-ID Team
(das myON-ID Team im Februar 2009 in ihrem Office in München)

Da bin ich mal einen Tag in mehr oder minder offline Aktivitäten wie Konzepte schreiben und so vertieft und dann passiert so etwas: myON-ID trennt sich auf Twitter von @pixelsebi und tritt damit eine Diskussion los, die Twitter alsbald verlässt und in diversen Blogs Einzug hält. So schreiben sowohl Bernhard Jodeleit als auch Mike Schnoor darüber in ihren Blogs und distanzieren sich zum Teil deutlich von der Art und Weise, wie die Trennung von einem Mitarbeiter hier kommuniziert wird.

Screenshot myON-ID Oliver Berger

Als Konsequenz werde auch ich gleich meinen myON-ID Account löschen, wenn sich bewahrheitet, dass Sebastian dort nicht mehr arbeitet und auf diese Art und Weise mit einer Trennung umgegangen wird.

Nach der offiziellen Stellungnahme des GF Mario Grobholz im myON-ID Blog werde ich zwar noch ein paar Tage abwarten, um vor allem auch Sebastians Stellungnahme zur Trennung von myON-ID zu lesen, komme aber wohl letztlich nicht um die Löschung meines myON-ID Accounts herum.

Im Zusammenhang mit dem Stichwort “Reputationsmanagement” fand ich vor einigen Monaten schon die “Hausmitteilungen” von Nico Lumma (ehem. Media Ventures GmbH) und bald darauf die nahezu 1:1 kopierte Variante von Sven Dietrich (ehem. Qype GmbH) eher grenzwertig, auch wenn diese nicht so einen großen Wirbel ausgelöst haben wie jetzt die Trennung von Sebastian Küpers und myON-ID.

Bleibt also abzuwarten, welche Konsequenzen sowohl für die Plattform, die sich ja dem Reputationsmanagement verschrieben hat, als auch für Sebastian aus dieser Aktion entstehen und vor allem, ob und wenn ja, welchen Kommentar Sebastian dazu -eventuell in seinem eigenen Blog, dem pixelsebi repository- abgeben wird.

13. Stock schrieb am 13. Februar 2009 zuEvents, Social Media Monitoring

Die Diskussion um ein Social Media Camp

Sachar Kriwoj hat in seinem privaten Blog massenpublikum die Frage gestellt, wer an einem Social Media/PR/Marketing-Barcamp Interesse hat und ein Teil der Szene hat sich daraufhin in den Kommentaren zu Wort gemeldet und eine intensive Diskussion entfacht.

Enno hat im Zuge der Konversation ein Zwischenfazit gezogen und eine Positivliste erstellt, die im Prinzip drei wesentliche Punkte festhält:

  • Der Bedarf, ein Camp zum Thema Social Media zu veranstalten ist vorhanden.
  • Viele (wir vom 13. Stock eingeschlossen) sind gerne bereit, bei der Organisation und Durchführung eines Social Media Camps zu helfen.
  • “Social Media ist ein weites Feld.” Soll heißen: Wir haben nach wie vor genügend Klärungsbedarf, die Social Media zu definieren.

An dieser Stelle sei der Verweis auf die Interviewreihe von Sachar erlaubt, in der er verschiedene Personen aus dem Social Media Umfeld zu eben diesem Thema, Social Media, befragt. Bisher haben ihm u.a. Nico Lumma, Christian Bölling und Olaf Kolbrück Rede und Antwort gestanden.

Social Media Camp – weiterführende Gedanken

Um den Stein ins Rollen zu bringen, haben wir vorhin die Domain socialmedia-camp.de registriert und ein Netzwerk für das Social Media Camp bei mixxt angemeldet. Die ersten Einladungen gehen zeitgleich mit diesem Blogpost raus und wir hoffen, dass keine Resentiments dardurch entstehen, dass wir einfach schon mal eine Plattform ausgesucht haben.

Uns ist wichtig, dass jeder ehrlich an Social Media Interessierte am Camp und natürlich auch an der Orga und Durchführung beteiligt sein darf, ja sogar sollte. Daher mögen sich bitte alle, die Zeit und Lust haben, am Social Media Camp mitzuwirken, im mixxt Netzwerk anmelden und dadurch ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisieren. Der Admin- oder Moderatorenstatus im Netzwerk folgt dann umgehend.

Ebenso wie die Orga, Planung und Durchführung sind die Inhalte ein wesentlicher Punkt, wenn nicht der wesentliche Punkt neben der Location, um den wir uns Gedanken machen müssen. Im Eingangsposting schrieb Sachar, dass Case Studies für Best und Worst Cases und neue Techniken für Social Media Thema sein könnten. Genauso ist es denkbar, Ideen und Ansätze (gern auch mit Unternehmensvertretern) zur Messung der Reichweite von Social Media Marketing Maßnahmen vorzustellen und zu diskutieren, wie z.B. den schon an verschiedener Stelle vorgestellten Social Media Index.

Was die Location angeht, möchte ich auch gerne noch ein paar Gedanken loswerden. Vorhin rief mich Björn Negelmann von Kongress Media an (Disclaimer: Ich bin u.a. auch als Community Officer der Social Web World für Kongress Media tätig), um mit mir über meine Kommentare in Sachars Blog zu sprechen. Björn brachte das Argument vor, dass eine zeitliche Nähe zu Events wie dem Social Media Forum und dem Community & Marketing SUMMIT 2009 sowohl für das Social Media Camp als auch die Veranstaltungen von Kongress Media gegenseitig fruchtbar sein könnte, ähnlich wie die Nähe des Barcamps Berlin zur Web 2.0 Expo Berlin in 2008. Dies ist ein Argument, dem wir uns nicht verschließen und zumindest gründlich Vor- und Nachteile diskutieren sollten. Würden die Vorteile überwiegen, wäre Hamburg als Veranstaltungsort nahezu sicher.

Also, wer bei der Orga, Planung und Durchführung des Social Media Camps mitmachen möchte, oder einfach nur dabei sein will, der möge sich bitte hier anmelden.