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13. Stock schrieb am 17. November 2009 zuEvents

Klassik meets Gängeviertel

Mit großer Freude veranstalten wir heute zusammen mit den Brandstiftern, unseren Partnern im Medienboot-Netzwerk und den Künstlern und Akteuren des Hamburger Gängeviertels ein Klassik-Konzert, welches durchaus ungewöhnlich genannt werden darf.

Nicht nur, dass die St. Petersburg Virtuosen uns den Abend mit ihrem meisterhaften Können unterhalten, wir erleben den Auftakt zu einer besonderen Konzertreihe, der “Schatzkammer Klassik”, welche kommende Woche in der Hamburger Laeiszhalle debütiert und bis in den Mai 2010 monatlich ein Konzert für Klassik-Fans bereithält. Ebenso gibt der erst acht Jahre alte Emanuel Meshvinski, der von einigen bereits als großes Talent mit Zukunft gesehen wird, heute bereits eine Kostprobe seines Könnens im Zusammenspiel mit den St. Petersburg Virtuosen.

Alle Details und Infos zum Konzert finden sich einerseits bei Facebook auf der Fan-Page der St. Petersburg Virtuosen und für alle, die nicht über einen Facebook-Account verfügen, hier im Blog:

Zum Auftakt der “Schatzkammer Klassik” Konzertreihe (von Nov. 2009 bis Mai 2010) in Hamburger der Laeiszhalle geben Dienstag, am 17.11.2009, einige Musiker der St. Petersburg Virtuosen unter Leitung von Pjotr Meshvinski ein exklusives “Geheimkonzert” für eine kleine und feine Hörerschaft.

Wir setzen hier bewusst auf Facebook, um ein interessiertes und klassikverliebtes Publikum anzusprechen. Auch wenn das Konzert schon morgen Abend stattfinden wird, so sind wir doch überzeugt, dass wir die gerade einmal zur Verfügung stehenden 50 Plätze im Valentinskamp (Gängeviertel) innerhalb kürzester Zeit besetzt bekommen.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über eine Berichterstattung in Blogs, auf Flickr, hier bei Facebook und/oder in und auf anderen Netzwerken und Plattformen.

Speziell unsere Facebook-Fans sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Wer noch kein Fan ist: ein Klick auf den “Werde Fan” Button genügt! Als Fan bekommt man natürlich bevorzugt einen der 50 Zuhörerplätze!

Werdet daher ein Fan und meldet euch bitte verbindlich mit Vor- und Nachnamen (und ggf. dem Namen einer Begleitung) bei oliver.berger(at)13stock.de oder via Tweet an @OliverBerger an. Das ist sehr kurzfristig … ist mir klar … aber vielleicht passt es ja bei dem einen oder der anderen! Das wäre super!

Wir freuen uns sehr auf das Konzert und die Gäste!

Das Programm des morgigen Abends sieht wie folgt aus:

Wolfgang Amadeus MOZART. Duo KV 423 G-Dur
Allegro
Adagio
RONDEAU. Allegro
Duo KV 424 B-Dur

Adagio – Allegro
Andante cantabile
THEMA. Andante grazioso – Allegretto – Allegro

PAUSE

Luigi BOCCHERINI. Menuett A-Dur

Pjotr TSCHAIKOVSKY. Neapolitanisches Lied

Maurice RAVEL. Sonate für Violine und Violoncello

Allegro
Tres Vif
Lent
Vif, avec entrain

AUSKLANG und Möglichkeit zum Gespräch mit den Musikern, den Machern des Gängeviertels und den anderen Gästen.

Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr im Valentinskamp 34 (links neben dem Geigenbauer Winterling) schräg gegenüber der Laeiszhalle und endet gegen ca. 21 Uhr. Nach Beginn des Konzerts ist kein Einlass mehr möglich, rechtzeitiges Kommen sichert zudem die besten Plätze!

Während der Veranstaltung wird es von den Künstlern des Gängeviertels angebotene Getränke geben (Wein, Bier, Wasser, Saft, Softdrinks).

Obwohl wir ursprünglich nur 50 Plätze zur Verfügung hatten, konnten wir durch eine spontane Umgestaltung des Raumes noch ein paar weitere Plätze zur Verfügung bekommen. Also, wer heute Abend noch nichts vorhat und Klassik liebt, der ist herzlich eingeladen, Fan der St. Petersburg Virtuosen zu werden und zum Konzert zu kommen!

13. Stock schrieb am 27. Januar 2009 zuNews

Alea iacta est oder “Mit Social Media würde das nicht passieren”

Alea iacta est – und das gleich im doppelten Sinne. Als wir gestern gemeinsam mit den Brandstiftern zum Pitch gegen ein uns unbekanntes Agenturteam beim Kunden antraten, hatten wir schon gleich nach unserer Ankunft am frühen Nachmittag das Gefühl, dass die Würfel bereits gefallen und die Sache schon entschieden war.

Vermutlich war das auch alles ganz anders. Ich schreibe diesen Beitrag aus zwei Gründen: Zum einen haben wir gestern angekündigt, heute Auskunft zu geben, ob der Kunde Feuer gefangen hat, und zum anderen interessiert uns die Meinung unserer Leser: Liegen wir richtig mit unserer Einschätzung, dass Social Media der unten präsentierten Strategie überlegen ist?

Interessante Dienstleistungen und eine suboptimale Strategie

Doch der Reihe nach. Es geht um den Markteintritt eines Unternehmens mit Wurzeln in Großbritannien, die Zusatzdienstleistungen rund um Kreditkarten, EC-Karten und sonstige Dokumente (Versichertenkarte, Ausweise, SIM-Karten etc. pp.) in Kooperation mit der jeweils ausgebenden Stelle oder Institution deren jeweiligen Kunden anbieten (wollen). Im englischsprachigen Ausland sind sie Marktführer und haben bereits ca. 14.000.000 Kunden.

Da birgt der deutsche Markt mit allein ca. 62 Millionen EC-Karten und 22 Millionen Kreditkarten genug Potential, um auch hier die Leistungen zum Kartenschutz den Besitzern eben dieser anzubieten.

Outbound Calls vs. Social Media Marketing

Alea iacta est – dies gilt unserer Meinung nach aber leider auch für die vom Kunden gewählte Strategie, um die Leistungen den Karteninhabern anzubieten. Diese sieht im Moment lediglich ein gut besetztes Callcenter mit Outbound Calls und eine rein informative Website ohne SEO/SEM-Maßnahmen vor, um Inhaber von EC- und Kreditkarten für die als Kartenschutz definierte (und vollkommen treffend bezeichnete) Dienstleistung zu interessieren.

Mal davon abgesehen, dass ich nur wenige Menschen kenne, die am Telefon irgendwelche Verträge rund ums Thema Kreditkarten oder Finanzen abschließen wollen, erscheinen mir vor allem die Kosten für den Unterhalt eines vollbesetzten Callcenters samt Software, Technik und Mitarbeitern im Vergleich zu den Kosten für Maßnahmen in z.B. Social Networks als astronomisch hoch, wenn ich die Reichweite beider Kanäle miteinander vergleiche und die durchaus sehr unterschiedlichen Responsequoten berücksichtige.

In einem Beispielszenario wollen wir annehmen, dass das Callcenter mit 50 Mitarbeitern besetzt ist, die monatlich gut 1.500 Euro verdienen. Dies bringt Lohnkosten von im Monat 75.000 Euro und im halben Jahr von 450.000 Euro mit sich. Nicht eingerechnet die Kosten für IT-Support, Technik, Schulungen und Software, die noch on top kommen.

Nehmen wir weiter an, dass ein Mitarbeiter des Callcenters am Tag 30 Gespräche führen kann, so ergibt sich bei 25 Arbeitstagen im Monat ein Gesamtvolumen von 37.500 Gesprächen. Macht 225.000 Gespräche im halben Jahr. Da wir die genauen Zahlen des Kunden nicht nennen wollen, nehmen wir an, dass zwei Drittel aller Telefonate den gewünschten Teilnehmer erreichen und sich so in sechs Monaten 148.500 Verkaufsgespräche ergeben. Bei einer angenommen Abschlussrate von 20% generiert das Callcenter in einem halben Jahr 29.700 Neukunden. Nicht eingerechnet sind hierbei die Kunden, die ihren Auftrag stornieren lassen.

Diesem Modell stellen wir nun eine -bewusst vage gehaltene und nicht näher skizzierte- Maßnahme in einem Social Network wie z.B. schwarzekarte.de mit angenommenen 400.000 Mitgliedern gegenüber. Dies passt insofern sehr gut, da schwarzekarte.de seinen Mitgliedern eine eigene Kreditkarte (eine Schwarze Karte) anbietet und deren Wert für den Besitzer steigern könnte, in dem weitere Zusatzleistungen angeboten werden. Gleichfalls lässt sich eine gewisse Vertrauensstellung annehmen, da die Leistungen vom Netzwerkbetreiber und nicht vom eigentlichen Dienstleister angeboten wird.

Insofern lässt sich von einer Konversionsrate zwischen 2 und 5% bei einer solchen Maßnahme ausgehen, im schlimmsten Fall immer noch einer Rate von 0,2%. Im Idealfall gewinnt man auf diese Weise also bis zu 20.000 und im ungünstigsten Fall immer noch 800 Neukunden.

Greife ich nun das obige Beispiel mit dem Callcenter wieder auf, komme ich auf einen Tausender-Kontakt-Preis (TKP) von ca. 15.000 Euro. Diese enorme Summe zeichnet mir bereits relativ deutlich eine Strategie auf, die mir mehr Erfolg zu versprechen scheint, als die der Outbound-Telefonie. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Mitarbeiter des Callcenters im Falle des Social Network Marketing eher im inbound arbeiten müssten, und somit auch nur mit Kunden zu tun hätten, die bereits vom Produkt Kenntnis haben und einen Vertrag abschließen möchten.

Ich glaube nicht daran, dass der deutsche Markt für Kartenschutz von EC- und Kreditkarten etc. via Outbound Calls erobert wird. Ich glaube stattdessen, dass dieses Szenario scheitern wird und kann daher sagen, “mit Social Media wäre das nicht passiert.”

Wir hoffen für das andere Agenturteam und deren Kunden auf den gewünschten Erfolg und stehen für die von uns vorgestellten teils visionären Maßnahmen auch weiterhin gern zur Verfügung.