schrieb am 6. März 2012 zu13. Stock intern
DIN SPEC: DIN-geprüfter Leitfaden für den Einsatz von Social Media in KMU erschienen
Am 01.03. wurde die DIN SPEC 91253 „Einführung und Management von Web 2.0 und Sozialen Medien in KMU“ veröffentlicht, an deren Erstellung der 13. Stock maßgeblich beteiligt war. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN), dem Hamburger Informatik Technologie Center e.V. (HITeC), der Universität Hamburg und weiteren Unternehmensvertretern aus der Praxis.
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Worum geht es?
Die DIN SPEC 91253 ist ein Leitfaden zur Erstellung einer Social Media Strategie und deren praktischer Umsetzung, der speziell auf die Bedürfnisse und Voraussetzungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) abgestimmt ist.
Mit der Spezifikation sollen KMU in die Lage versetzt werden, ihre Bereitschaft zur Einführung von Web 2.0 und sozialen Medien zu überprüfen und ausgewählte Anwendungen innerhalb ihrer Organisation und über die Organisationsgrenzen hinweg erfolgreich einzuführen, zu nutzen und zu steuern.
Dabei wurde großer Wert darauf gelegt, die Ausführung möglichst allgemeingültig zu formulieren, um es den Unternehmen einerseits zu ermöglichen, die Vorgaben an ihre individuelle Situation anzupassen und um eine höchstmögliche Unabhängigkeit von tagesaktuellen Entwicklungen der Social Media Branche zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurde ein iteratives, sieben-stufiges Vorgehensmodell entwickelt, welches den Weg zur Implementierung von Social Media Maßnahmen illustriert. Das Modell umfasst die Phasen Sensibilisierung, Analyse, Strategie-Entwicklung, Konzeption, Implementierung, Nutzung und Controlling. Anhand dieser „Agenda“ werden die nötigen Aktivitäten erläutert, KMU-spezifische Chancen und Risiken aufgezeigt sowie dem Leser Checklisten und Entscheidungshilfen an die Hand gegeben, die die individuelle praktische Umsetzung erleichtern und unterstützen sollen.

Sensibilisierung
Die zu dieser Phase des Projekts beteiligten Personen setzen sich mit dem Themenkomplex Social Media auseinander und bringen sich mithilfe von Literatur-Recherche und/oder Schulungsangeboten auf einen ausreichenden und gleichmäßigen Wissensstand.
Analyse
Es werden systematisch die internen und externen Faktoren analysiert, die ein Social Media Engagement beeinflussen können wie beispielsweise die allgemeinen strategischen Unternehmensziele, die bisherigen Maßnahmen in Marketing, PR und Social Media, die zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Ressourcen und die Social Media Aktivitäten der größten direkten Konkurrenten.
Strategie-Entwicklung
Im Rahmen der groben Strategie-Entwicklung werden anhand der Erkenntnisse aus der Analyse die Anwendungsbereiche, die Ausrichtung und die Primärziele der geplanten Social Media Maßnahmen definiert.
Konzeption
In der Konzeption oder auch Feinkonzeption wird das Vorhaben feingranular geplant. Alle wichtigen Elemente, die zur Implementierung und Umsetzung der Social Media Maßnahmen notwendig sind, werden gedanklich geplant und schriftlich festgehalten. Die DIN Spec listet alle für KMU möglicherweise relevanten Teilkonzepte auf.
Implementierung
Die Implementierungsphase entspricht der praktischen Umsetzung der geplanten Maßmahmen und ist in der Regel ein primär technischer Vorgang.
Nutzung
Während der Nutzung können wichtige Erkenntnisse zu Verbesserungspotenzialen zu Tage treten. Diese müssen von den Verantwortlichen identifiziert und für das weitere Engagement berücksichtigt werden.
Controlling
Das Controlling ist die Erfolgskontrolle der Maßnahmen. Werden die in Strategie-Entwicklung und Feinkonzeption definierten Ziele deutlich verfehlt, sollten Justierungen am Gesamt-Konzept vorgenommen werden.
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Was ist eigentlich eine DIN SPEC?
DIN Spezifikationen (DIN SPEC) sind die kleinen Geschwister der wohl bekannteren DIN Normen. Mit ihnen werden Produkte, Systeme oder Dienstleistungen beschrieben, indem Merkmale definiert und Anforderungen festgelegt werden. Anders als die Normen können Spezifikationen in kürzerer Zeit (die Projektlaufzeit belief sich auf ein Jahr) und flexibler (es gab keine Konsenspflicht im Gremium) erstellt werden. Beides Faktoren, die für ein so zeitkritisches Thema wie das Social Media Engagement von Unternehmen, das bekanntlich einem sehr schnellen Wandel unterliegt, sehr von Vorteil sind. Darüber hinaus findet die obligatorische Aktualitätsprüfung früher als bei einer Norm statt, so dass das Dokument schneller und einfacher auf einen aktuellen Stand gebracht werden kann. Darüber hinaus sind die Spezifikationen, wie der Name vermuten lässt, inhaltlich eher als Definitionshilfen bzw. Leitfäden zu verstehen, wohingegen in den DIN Normen verbindlichen Vorgaben festgehalten werden.
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Warum gerade eine DIN SPEC?
Mit den renommierten Institutionen Universität Hamburg und dem DIN im Rücken kann die DIN SPEC denjenigen Lesern qualitätsgeprüfte, vertrauenswürdige und vor allem zielgruppenspezifische Kenntnisse vermitteln, die bisher geringen bis gar keinen professionellen Zugang zu den sozialen Medien finden wollten oder konnten: den Entscheidern und Geschäftsführern von kleinen und mittleren Unternehmen. Sie kann als Informations- und Argumentations- aber auch als Entscheidungshilfe für die Unternehmen dienen, die zwar das Potenzial der Social Media für ihr Unternehmen erkannt haben, aber aus finanziellen oder sonstigen Gründen keine professionelle Beratung in Anspruch nehmen wollen. Somit stellt sich eine DIN SPEC als adäquates Medium zum Erreichen der Zielgruppe KMU dar.
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Und wer sich noch einmal ein genaueres Bild machen möchte: Wir stellen die DIN SPEC vor
auf der Cebit Webciety: 10. März 2012, 10.00-11.00 Uhr und
auf der Hannover Messe: 24. April 2012, 13.30-13.55 Uhr, Forum tech transfer, Halle 2



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