Archiv für Mai 2010

Sebastian Baumer schrieb am 31. Mai 2010 zuMicroblogging, News, Online Trends, Social Networks

Prismablick (3): Social Media News und Links der Woche

Montags kurz mal umdrehen und innehalten: Der Prismablick mit den Social Media- und Netzwelt-Links, News und Artikeln der vergangenen Woche.

1. Neue Privacy-Funktionen bei Facebook

Es ist ganz sicher nicht Ilse Aigners Verdienst, dass Mark Zuckerberg in Sachen Privacy bei Facebook zurückrudert: Nachdem es die sich mehr und mehr in Richtung „Public by Default“ bewegende Plattform mit eben der Debatte sogar auf das Cover des Time Magazine geschafft hat, lenkt Facebook ein und implementiert flugs ein paar Vereinfachungen: Mit nur ein paar Klicks kann der Nutzer seine Einstellung kontrollieren und entscheiden, was er mit wem teilt. Konnte man vorher zwar schon, aber jetzt findet auch Otto Normaluser die richtigen Knöpfchen.

2. Google TV angekündigt

Der Suchmaschinengigant expandiert weiter: Nun soll auch das klassische Fernsehen in die Hände von Google kommen. Anfang der letzte Woche stellte man das passende Konzept vor: Google TV soll das Web, zeitversetztes Gucken von Inhalten und die beliebtesten Video-Plattformen nahtlos mit dem gewöhnlichen Fernsehen verschmelzen und so den Spaß bei der Nutzung des großen Fernsehschirms mit dem Komfort bei Netzvideos zusammenführen. Man darf gespannt sein.

3. Apples iPad erreicht Deutschland

In aller Munde bzw. Hände ist seit diesem Freitag Apples neues Wundergadget iPad (zumindest bei denjenigen, die es schnell genug in die Läden geschafft haben um eines der wenigen ausgelieferten Geräte zu ergattern). Artikel zur besten Social Media-Strategie und zu den spannendsten Apps gibt es inzwischen zuhauf. Und sogar Katzen nutzen das Gerät bereits zum Spielen und Musizieren.

4. BVDW: Social Media-Werbung wird 2010 weiter zunehmen

Die Umfrage „Trend in Prozent“ des Bundesverbands der digitalen Wirtschaft zeigt, dass ganze 80% aller befragten Unternehmen eine auch in diesem Jahr nach oben zeigende Kurve bei ihren Marketings-Budgets im Bereich Social Media beobachten. Wir wollen hoffen, dass man statt „Werbung“ das Geld doch eher in innovative Marketing-Konzepte steckt, die auch Mehrwert für den User haben.

5. Unternehmen in Deutschland fehlen gute Social Media-Konzepte

Passend zum vorherigen Link: In einem sehr interessanten Artikel auf Carta geht Florian Paulus Meyer nicht nur anhand des aktuellen Cases BP der Frage nach, was diverse Firmen eigentlich in den Social Media so treiben und kommt zu dem Schluss, dass die Wirtschaft weiter an zentral gesteuerter Kommunikation festhält und hauptsächlich aus Prestige- und Imagegründen dort ihre Accounts unterhalten.

Bonus: Flowr @13stock

Nachdem wir in der letzten Ausgabe des Social Media Explorer hier über das Kollaborationstool berichteten, kamen wir relativ bald auf den Gedanken, das Tool testweise für einige unserer eigenen Projekte zu nutzen. Und sind bisher sehr zufrieden damit: Flowr wirkt nicht nur in Sachen Handling wie eine Mischung aus Facebook und Twitter, es ist intuitiv zu bedienen und erleichtert in bestimmten Bereichen die interne Kommunikation enorm.

Sebastian Baumer schrieb am 26. Mai 2010 zuEvents, News

Leinen Los für Social Media: ALDEBARAN und der 13. Stock schließen Kooperation.

Die in Hamburg ansässige ALDEBARAN Marine Research & Broadcast als Crossmedia Agentur für Wissenschaft und Me(e)hr schlägt seit bereits fast 20 Jahren mit ihrem gleichnamigen Forschungsschiff die Brücke zwischen Umweltschutz, Forschung und Medien und wird in Zukunft auch direkt zu den Usern segeln und in die Welt der Social Media eintauchen.

Als Kooperationspartner für den aktiven Dialog und die Zusammenarbeit mit der Netzcommunity wird der 13. Stock ALDEBARAN ab sofort in allen geplanten Aktivitäten und Projekten im Bereich Social Media unterstützen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Partner, dessen Tätigkeit uns auch persönlich am Herzen liegt – schließlich ist uns Nachhaltigkeit (und dazu gehört definitiv die angewandte Umweltforschung im Bereich Meereswissenschaften) in jeder Hinsicht ein zentrales Anliegen.

Meereswettbewerb 2010

Eines der bereits laufenden Projekte der ALDEBARAN ist der Jubiläums-Meereswettbewerb 2010 „Forschen auf See“, der Schülerteams und Klassen aus Hamburg und Niedersachsen die Möglichkeit bietet, ihre eigenen Projekte an Bord des Forschungs- und Medienschiffes durchzuführen und der noch bis zum 8. Juni verlängert wird. Der Wettbewerb in diesem Jahr steht dabei ganz im Zeichen des „Internationalen Jahres der Biodiversität“.

Die ALDEBARAN Marine Research & Broadcast ist bislang im Netz unter aldebaran.org zu finden, demnächst aber auch auf den gängigen Plattformen und Kanälen.

Wiebke Uhlenbroock schrieb am 26. Mai 2010 zuSocial Networks

Social Media Explorer (2) – Flowr, Brightkite und edelight

Die Welt der Social Media jenseits von Facebook, Youtube, Twitter & Co


Der Social Media Explorer geht in die zweite Runde. Diese Woche im virtuellen Rampenlicht: die Kollaborationsplattform Flowr, das Social-Commerce-Portal Edelight und der Location-based Service Brightkite.

Flowr

Unternehmenskommunikation goes Social Media

Flowr – der Name der US-Plattform ist kurz und knackig und geht auch nicht-anglophonen Usern leicht von der Zunge. Doch was kann flowr? flowr ist ein innovatives Kollaborationstool für Unternehmen und bietet diesen die Möglichkeit, ihre interne Kommunikation mithilfe bekannter Social Media Techniques wie Status-Updates, File-Sharing sowie der Möglichkeit mittels eines Like-Buttons seine Zustimmung zu bekunden auch virtuell zu optimieren. Postings können dabei ganz im Sinne effizienter Mitarbeiter-Kommunikation als To-Dos, Ideen oder Fragen deklariert und mit Deadlines versehen einem selbst-definierten Personenkreis (z.B. dem eigenen Team) sichtbar gemacht werden. Neben diesen klassischen, den meisten von Facebook und Twitter bekannter Features, ist flowr ein managerfreundliches Analysetool und bietet z.B. Teamleitern die Möglichkeit, die aktivsten Mitglieder, Themen und Trends zu lokalisieren. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos für Teams von bis zu zehn Leuten – größere Organisation zahlen pro User und Monat.

Brightkite

Sag mir wo Du bist …

Das 2007 von drei Amerikanern gegründete Brightkite ist ein location-based-Network, das es seinen Usern ermöglicht, ihren Aufenthaltsort mit anderen zu teilen und im Gegenzug den eigenen Freundeskreis zu tracken. Standorten können bei brightkite Fotos und Notizen hinzugefügt werden um so beispielweise Freunde und Bekannte auf besonders lohnens- bzw. meidenswerte Locations aufmerksam zu machen. Mit Hilfe der Privatsphäreeinstellungen kann der Kreis derer, für die der Aufentshaltsort sichtbar ist, individuell beschränkt werden. Brightkite on the go: Der Service ist natürlich als App für iPhone, Android, Blackberry & Co verfügbar.

edelight

Shoppingberatung mal anders…

Hinter dem 2006 gegründeten Social Commerce-Portal edelight verbirgt sich eine interaktive Shopping-Community, bei der die Mitglieder selbst bestimmen, was angeboten wird. So wird das Gespür der User ausschlaggebend für die Auswahl der  über 400.000 Produkte aus diversen Stores jeglicher Art und Güte. Jeder User bei edelight verfügt über ein eigenes Profil und kann Freundschaften mit anderen Nutzern schließen. Via Nachrichten, Tags und einer Shoutbox bleiben die Shopper vernetzt und können sich über Produkte austauschen und gegenseitig beraten. Individuelle Listen informieren über eigene Favoriten und dienen als Orientierungshilfe für andere, die zum Beispiel ein originelles Geschenk suchen. Ergänzt wird das Portal durch einen Magazinteil, in dem die verschiedenen Guides (Themenwelten) informieren. Ob edelight in Zukunft den Shopping-Rat der besten Freundin ersetzt? Eher unwahrscheinlich, doch als Ergänzung ist das Netzwerk durchaus spannend.

Sebastian Baumer schrieb am 20. Mai 2010 zuNews, Online Trends, Social Networks

Wer checkt wen ein?

Neue Mitspieler und Entwicklungen bei den Location-based Networks

Kein Zweifel mehr: „Location is the missing link“, wie es Techcrunch schon Ende des letzten Jahres formulierte. Das fehlende Glied in der Kette zwischen echtem Leben und Online-Identität. Und immer mehr Dienste bemühen sich darum, diese Lücke zu schließen: SimpleGeo, ein Start-Up, das sich ausschließlich darum kümmert, Entwicklern zu helfen, Location-Features in ihre jeweiligen Applikationen zu integrieren, hat vor einigen Tagen mehr als 8 Millionen Dollar an neuen Finanzspritzen von verschiedenen Investoren erhalten. Das Location-based Network Foursquare und dessen schärfster Konkurrent Gowalla gehören schon seit längerer Zeit zu den Anwärtern auf den Titel der angesagtesten und am schnellsten wachsenden neueren Web-Anwendungen und sind wohl längst nicht am oberen Ende ihrer Reichweite angekommen, denn das vorhergesagte Wachstum auf dem Smartphone-Markt ist gleichermaßen beeindruckend. Und eine ganze Reihe neuer und alter Kandidaten würde ebenfalls gerne mitmischen im Konkurrenzkampf darum, welchen der Dienste die User benutzen, wenn sie sich an realen Orten einchecken.

Sonderweg oder Verirrung?

Eigentlich war es angesichts dieser Ausgangslage nur noch eine Frage der Zeit, bis auch ein deutscher Klon der Location-Dienste auftauchen würde: Friendticker heißt das kürzlich gestartete mobile Netzwerk, das sich mit dem früheren StudiVZ-Chef Markus Berger-de León einen in der Netzwelt bekannten Investoren gesichert hat. Die Grundfeatures des Dienstes ähneln denen der amerikanischen Konkurrenten, im Gegensatz zu diesen startet Friendticker allerdings direkt mit diversen Kooperationen (ein Punkt, den Foursquare und Gowalla auf dem internationalen Markt leider etwas verschlafen haben, auch wenn nach und nach die ersten Partnerschaften und Experimente in Gang kommen), so dass statt virtueller Goodies und rein ideeler Kämpfe um die Mayorschaft an einem Ort handfestere Dinge durch das Sammeln von „Items“ zu erhalten sind. Dass es sich bei diesen derzeit leider vor allem um Download-Gutscheine (deutlich an der Grenze zur Peinlichkeit ist dabei beispielsweise das „Digital Boheme-Item“ für fünf Check-Ins im St. Oberholz in Berlin, für das man eine kostenlose iPhone-App von Red Bull herunterladen „darf“), relativ geringe Rabatte für Einkäufe und Ähnliches handelt, scheint die wachsende Userschaft vorerst nicht zu stören. Ob man damit allerdings wirklich auch langfristig eine Chance im Kampf um Check-Ins hat, bleibt doch eher fraglich. Besonders innovativ gibt sich Friendticker jedenfalls nicht.

Der unbekannte Bekannte

Möglicherweise geht der internationale Kampf um die mobilen Netzwerker aber auch sehr bald erst richtig los, denn ein neuer, sehr gewichtiger Mitspieler in der Kategorie des Location-Networking steht kurz vor dem Start seines Dienstes: Facebook. Bereits mehrfach wurde eine derartige Erweiterung der Social Plattform angekündigt, in den nächsten Wochen wird sie allem Anschein nach freigeschaltet werden. Aus Sicht von Facebook ist ein derartiges Feature der nächste logische Schritt, der auf Public Pages, die Umstellung auf einen Stream, die Reduzierung desselben auf einen News-Feed zur Filterung des Lärms, die kürzlich hinzugefügten, Wikipedia-artigen Community-Pages und schließlich den global einsetzbaren Like-Button folgt: Erneut wird ein Dienst, der sich anderswo als sehr erfolgreich erwiesen hat, in das eigene Angebot integriert. Die Facebook-App, erhältlich für alle Arten von Mobiltelefonen, dürfte sowieso eine der weit verbreitesten Apps überhaupt sein – was also liegt aus Sicht von Mark Zuckerberg näher, als in dieselbe gleich jene Funktionen zu integrieren, für die die User sonst eine weitere Anwendung nutzen müssten?

Und Twitter?

Und was tut Twitter? War da nicht was mit Geotagging von Tweets a la Google Buzz? Die Geotagging API des Microblogging-Anbieters ist zwar bereits seit einiger Zeit verfügbar, konnte aber bisher nur über Zusatzapplikationen genutzt werden. Twitter selbst bot bis gestern noch nicht die Möglichkeit, Tweets von einem bestimmtem Ort zu versenden und mit Geokoordinaten zu versehen. Mit der neuen, schlicht „Twitter“ getauften, offiziellen Anwendung (eine Weiterentwicklung des kürzlich aufgekauften Dienstes Tweetie), die seit gestern in Apples App-Store erhältlich ist, hat sich das geändert: Bereits beim Absetzen des Tweets kann, wenn der Account entsprechend konfiguriert ist, der Standort eingebettet werden, was durch das Symbol einer roten Nadel in der Timeline der App angezeigt wird. Beim Klick auf den Tweet erscheint unterhalb desselben dann eine implementierte Google Map mit dem genauen Ort, von dem aus die Kurznachricht gepostet wurde.

Die Frage in der nächsten Zeit dürfte damit nicht mehr lauten, wer denn wo eingecheckt hat, sondern vielmehr womit. Die Möglichkeiten werden deutlich vielfältiger.

Sebastian Baumer schrieb am 17. Mai 2010 zuNews

Prismablick (2): Social Media Links und News der Woche

Neue Woche, neue Rückschau: Der Prismablick mit den Social Media- und Netzwelt-Links, News und Artikeln der vergangenen Woche.

1. Social Media Revolution 2 – Socialnomics mit neuen Zahlen

Auf der Basis des Buches „Socialnomics“ von Erik Qualman erschien in dieser Woche eine aktualisierte Version des sehr häufig zitierten Social Media Revolution-Videos mit sehr beeindruckenden neuen Zahlen und Fakten rund um die Welt der Social Media, dem „biggest shift since the industrial revolution“.

2. #Next10 – „Game Changer“ in Berlin?



Zum ersten Mal in Berlin statt Hamburg fand die Business-Netzkonferenz Next unter dem Motto „Game Changer“ statt. Ein ziemlich vernichtendes Fazit zur Veranstaltung zog im Anschluss Thomas Knüwer auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache, Felix Schwenzel hat Kritik und konstruktive Anmerkungen auf wirres.net festgehalten.

3. Jeff Jarvis – „Confusing A Public With THE Public“

Während die Diskussion um Facebook und Privatspähre weite Kreise zog, einige sogar den Quit Facebook-Day ausriefen und manche erklärten, warum sie ihren Account lieber behalten, blieb einer ganz sachlich: Jeff Jarvis zeigte recht eindrucksvoll, was das eigentliche Problem an der Sache ist und was Facebook nicht begreift: „Sharing is not publishing“.

4. Der DENIC-Fail und das kurzzeitige Ende des deutschen Internets

Am Mittwoch war es soweit: Nur noch Chuck Norris war in der Lage, einen großen Teil der .de-Domains aufzurufen, die meisten anderen bekamen einen Vorgeschmack darauf, wie sich Netzsperren tatsächlich anfühlen könnten: Ein Problem mit den Nameservern der DENIC sorgte dafür, dass es für Stunden so schien, als ob sämtliche deutschen Seiten im Nichts verschwunden wären.

5. Twitter-Follow-Bug und Business-Center

Und ein zweiter großer Fail der Woche: Nachdem am Montag bekannt wurde, dass man für einige Zeit mit dem einfachen „Accept [Name]“-Befehl jedermann dazu zwingen konnte, dem eigenen Account zu folgen, setzte Twitter kurzzeitig alle Accounts zurück auf 0 Followings und 0 Follower. Ein paar wirklich wichtige Neuigkeiten gab es aber bei dem Microblogging-Giganten auch zu vermelden: Das neue Business-Center für Unternehmensaccounts startete in dieser Woche in die Beta-Phase.

Bonus: Die Grillparty @13stock

Außerdem in dieser Woche: Die Follower- und Fan-Grillparty des 13. Stock. Einige Bilder von dem Event gibt es inzwischen auf unserer Facebook-Page zu finden, es werden hoffentlich im Laufe der Woche noch mehr. Auf diesem Wege auch hier noch einmal Danke an die vielen Gäste, die im Verlauf des Abends vorbeiguckten.

Wiebke Uhlenbroock schrieb am 12. Mai 2010 zuSocial Networks

Social Media Explorer (1): Virb, meinverein und mein!KI.KA aus der Nähe betrachtet

Die Welt der Social Media jenseits von Facebook, Youtube, Twitter & Co.

Die Welt der Networks, Plattformen und Dienste ist in der heutigen Zeit so schnelllebig und vielseitig wie das Netz selbst. Dabei variiert der Bekanntheitsgrad der virtuellen Coffeeshops stark. Während ein Facebook-Profil für global-kommunikative Netzwerker längst zur Grundausstattung gehört, wenn es um die Pflege der eigenen Online-Identität geht, steht Myspace bei Künstlern und Hobbymusikern noch hoch im Kurs und auf Twitter „zwitschern“ zahlreiche Influencer aus der Medienwelt ihre Botschaften in die Welt hinaus. Doch wie so oft im Leben gilt auch in Bezug auf Social Media der schöne Spruch: das Leben endet nicht an der eigenen Straßenecke.

Schließlich gibt es in der virtuellen Welt der unbegrenzten Möglichkeiten viele spannende Plattformen, die in Puncto Bekanntheit zwar nicht an die internationale Cash-Cow eines Mark Zuckerberg heranreichen, jedoch bei näherer Betrachtung durchaus einen Klick bzw. Profil wert sind.

Um Licht in den bei näherer Betrachtung überaus faszinierenden Netzwerk-Dschungel zu bringen, haben wir uns überlegt, Euch an dieser Stelle wöchentlich drei Social Media-Plattformen kurz vorzustellen und freuen uns natürlich sehr über Euer Feedback, sowie Eure Tipps und Anregungen für die Fortsetzung der Reihe. Den Anfang machen diese Woche die Kollaborationsplattform Virb.com, das Vereinsnetzwerk meinverein.de sowie mein-kika.de, eine interaktive Community exklusiv für medienaffine Kids unter 15 Jahren.

Virb.com

„Was Du mit Virb machst bleibt komplett Dir überlassen, also komm zu uns und zeig der Welt, was Dich ausmacht“, lautet das Credo der amerikanischen Kollaborationsplattform Virb.com. Das Netzwerk richtet sich in erster Linie an Künstler und kombiniert dabei klassische Community-Features mit der Möglichkeit, selbstproduzierten Content wie z.B. Songaufnahmen, Videos & Co hochzuladen, kostenlos zu downloaden und mit anderen Virbern zu teilen. Vor dem Sign Up haben Neu-Mitglieder bei Virb.com die Möglichkeit, sich von einer sympathisch Männerstimme per Videoanleitung durch den Anmeldeprozess führen zu lassen und dabei über Funktionen und Potential der Plattform informiert zu werden. Je nach eigenem Status und eigener Intention können die User bei der Anmeldung zwischen den Profil-Arten ,Personal‘ (für Leute, die in erster Linie Wert aufs Netzwerken legen und wenig selbstproduzierten Content haben), ,Audio‘ (richtet sich an Musiker), ,Portfolio‘ (z.B. Blogger, Designer oder Fotografen) und ,Other‘ (in erster Linie Unternehmen und Organisationen) wählen. Ähnlich wie Twitter bietet Virb.com seinen Usern die Möglichkeit, den Aktivitäten ihrer Kontakte (plattformübergreifend) zu ,followen‘ und so bestens über alle Online-Aktivitäten informiert zu bleiben.

meinverein.de

Hinter der für sich sprechenden Domain meinverein.de verbirgt sich die nach eigenen Angaben größte Vereinsplattform Deutschlands. Das 2009 von zwei befreundeten Mitzwanzigern gegründete und wenig später von Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnete virtuelle Vereinsheim aus Hamburg baute dabei auf die innovative Start Up-Idee ,Kegelclub meets Web 2.0‘. Auf der Plattform haben Vereine die Möglichkeit, virtuell ihre Termine zu koordinieren, Bilder und Informationen untereinander auszutauschen sowie Berichte und Artikel in über 15 regionalen Tageszeitungen einzubinden. meinverein.de ist kooperationstechnisch bestens vernetzt und bietet seinen Mitgliedern interessante Vergünstigungen wenn es zum Beispiel um Sportequipment oder IT-Leistungen geht. Da lassen auch Werbetreibende und Investoren wie z.B. Michael Stich und Matthias Nixdorf gern den ein oder anderen Euro springen. 2009 wurde meinverein.de im Rahmen der Initiative ,Deutschland – Land der Ideen‘ vom Bundespräsidenten persönlich als ,Ort im Land der Ideen‘ ausgezeichnet.

mein-kika.de

mein-kika.de ist die Online-Plattform der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender und hat sich auf die Fahnen geschrieben, Kindern einen ebenso interessanten wie geschützten Raum im Internet zu bieten, in dem sie mit Altersgenossen (bis einschließlich 15 Jahre) kommunizieren können. Der Schutz und die Sicherheit der Kinder hat dabei hohe Priorität: Das mehrstufige Anmeldeverfahren bedarf einer schriftlichen Einverständniserklärung der Eltern und alle Foren auf der Plattform sind streng moderiert. So wird um einen möglichen Missbrauch der Plattform zu verhindern jeder Beitrag vor seiner Veröffentlichung auf seine ,Angemessenheit‘ hin überprüft. Der Content der rund 20.000 User starken Plattform bezieht sich dabei auf die Formate des Kinderkanals. Ferner wird auf mein-kika.de zu Wettbewerben aufgerufen und ein virtueller Kummerkasten, in dem Kinder sich den Frust von der Seele tippen können, geboten.

In der kommenden Woche nimmt der Social Media Explorer wieder drei Social Networks unter die Lupe – seid gespannt!